Die 17 ergreifendsten Erinnerungen an Robin Williams

Oh Käpt'n, mein Käpt'n, du fehlst

Fast täglich sterben mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten der Film-, Musik- und Literaturgeschichte. Je bekannter, desto größer die weltweite Anteilnahme. Als auf den Tag genau vor einem Jahr der Schauspieler Robin Williams starb, erhob sich eine Welle der Trauer, wie sie wohl die wenigsten erwartet hatten. Plötzlich zeigte sich: der ewig melancholische Komiker hatte sich in sehr viel mehr Herzen gespielt als uns allen bewusst war – und vor allem sehr viel tiefer.

Zu seinem 1. Todestag gedenken wir des großen 1,70-Meter-Schauspielers aus Chicago. Dazu haben wir die bewegendsten Worte zusammengetragen, die Menschen rund um die Welt fanden, als sie von seinem tragischen Tod erfuhren. Sie lassen nur einen Schluss zu: Robin Williams lebt. Unter uns und mit uns weiter. Und manchmal müssen wir mit Tränen in den Augen lachen. So möchten wir ihn in Erinnerung behalten:

Trauer für (k)einen Unbekannten

Ist es nicht komisch, dass man um einen Menschen, den man im Grunde ja gar nicht kennt, so trauern kann? Aber irgendwie bin ich mit seinen Filmen groß geworden und mir ist als hätte ich ihn wirklich gekannt.

Regina Peters, Fan

Der lustige Pate

Einmal kam er, und wir hatten gerade „Der Pate“ eingeschaltet. Er kannte jeden Satz. Drei Stunden lang hörten wir die Robin-Williams-Version, Zeile um Zeile. Er kam von einem völlig anderen intellektuellen, komischen Ort.

Eddie Baca, Leiter der Anonymen Alkoholiker in New York, denen auch Williams angehörte

Ein Weltkonzern verneigt sich

Wir sind sehr traurig über den Tod von Robin Williams. Er inspirierte uns durch seine Leidenschaft, seine Großzügigkeit und das Geschenk des Lachens. Er wird uns sehr fehlen.

Apple Inc., in einer ihrer äußerst selten Kondolenzen auf Ihrer Homepage (davor zuletzt für Nelson Mandela)

Bis ans Ende der Welt

Unter allen Verkleidungen war Robin Williams immer der sich irgendwie ungelenk bewegende, vierschrötige und zugleich sanfte, vertrauenswürdige Typ, einer, mit dem man beim Tränenlachen – und zur Not auch beim richtigen Weinen – bis ans Ende der Welt gehen mochte.

Jan Schulz-Ojala, Tagesspiegel

Im Park mit Robin

Nicholas Rabchenuk, Fan, verwandelte die berühmte Bank aus „Good Will Hunting“ in eine Gedenkstätte

Tauben werden kacken

Die, die er berührte, die nette Worte für ihn hatten, sollen wissen, dass es ihm am liebsten war, wenn er die Welt zum Lachen bringen konnte. Und diejenigen, die Negatives schicken, sollen wissen, dass ein kleiner, kichernder Teil von ihm euch einen Schwarm Tauben schickt, die auf euer Auto kacken. Genau dann, wenn ihr es frisch gewaschen habt. Was auch war, er liebte es zu lachen …

Zelda Rae Williams, Tochter von Robin

Möbelklettern live im Sendestudio

Man muss die Dinge nämlich zuweilen aus einer anderen Perspektive sehen. Mit dieser Geste verneigen wir uns vor einem der größten Schauspieler.

Carmen Miosga steigt auf den Moderationstisch der ARD-Tagesthemen

Er konnte nicht anders

Seine Freundlichkeit und Großzügigkeit ist das, woran ich denke. Wie nett er war zu jedem, der mit ihm sprechen wollte. Und er konnte einfach gar nicht anders, als lustig zu sein.

Ben Stiller, Schauspieler

Pinguin mit Papageienstimme

Er kam rein wie ein lachender Hurrikan. Seine Papagei-Stimme füllte den Raum vibrierend. Er hüpfte aufs Sofa wie ein Pinguin. Er wirkte wie ein lachender Sonnenaufgang, aber dann sprach er grinsend im Stakkato über die Schatten seiner Seele.

Norbert Körzdörfer, Journalist, erinnert sich an ein Interview zu Williams’ 60. Geburtstag

Ernster Gag-Feuerwerker

Ob als „Popeye“ oder als „Garp“, als „Mrs. Doubtfire“, „König der Fischer“ oder erwachsener Peter Pan in Steven Spielbergs „Hook“: Robin Williams war der Humor-Berserker, der jeder Misere gleich drei, vier Gags entgegenfeuerte, dabei aber nie die Sensibilität für den eigentlichen Ernst vermissen ließ.

Andreas Borcholte, Der Spiegel

Ewig gültig, ewig dankbar

„Oh Captain, my Captain!“ ist […] ein ewig gültiger Schlachtruf für das Gute, Schöne und Wahre in der Welt. Sein dankbares Lächeln, dass wir etwas begriffen haben, gehört dazu.

Sophie Albers, stern

Zu gut

Williams war zu gut für Hollywood, und das war schlecht für ihn.

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine

Do you speak English?

Er kam auf mich zu und fragte: „Do you speak my language?“ Ich bejahte – und er fiel vor mir auf die Knie, faltete die Hände wie zum Gebet und schrie förmlich gen Himmel: „Praise the Lord, he speaks English.“ Es war Williams’ Art, seinen Frust darüber zu verarbeiten, dass er die Interviews vor mir alle mit französischen Journalisten hatte führen müssen, die kaum Englisch sprechen konnten.

Marco Boselli, Schweizer Journalist

22 Lehren, die wir Robin Williams verdanken

„Falsch ist falsch, selbst wenn es dir hilft.“

Esquire stellte diese und 21 weitere Einsichten am Tage von Williams’ Tod zusammen

Glänzend am Abgrund

Du hast uns gezeigt, wie man furchtlos am Abgrund steht und glänzt.

Jared Leto, Schauspieler

Bangarang!

Robin Williams war ein Soldat, ein Doktor, ein Flaschengeist, ein Kindermädchen, ein Präsident, ein Bangarang!-Peter Pan und alles, was dazwischen liegt. Er war einzigartig. Er kam als Alien in unser Leben – und schaffte es auf seinem Weg, jeden Aspekt des menschlichen Geistes zu berühren. Er ließ uns lachen. Er ließ uns weinen.

Barack Obama, US-Präsident

Absurd

[I]t was clear that Mr. Williams was one of the most explosively, exhaustingly, prodigiously verbal comedians who ever lived. The only thing faster than his mouth was his mind, which was capable of breathtaking leaps of free-associative absurdity.

A. O. Scott, The New York Times

Robin Williams auf Kabel eins CLASSICS

Zeit des Erwachens (Awakenings)
USA 1990, Regie: Penny Marshall, mit Robert De Niro, Julie Kavner
Montag, 10. August, 20:15 Uhr

Hinter dem Horizont
USA 1998, Regie: Vincent Ward, mit Cuba Gooding jr., Max von Sydow, Werner Herzog
Montag, 10. August, 22:15 Uhr

Hook
USA 1991, Regie: Steven Spielberg, mit Dustin Hoffman, Julia Roberts
Dienstag, 11. August, 00:05 Uhr